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UNSER WILDKRÄUTERMENÜ
Von der blauen Urkartoffel bis zum Beinwell, Vergessenes und Ausgefallenes bereichern bei uns den Speisezettel.
Ob Löwenzahn, Schabockskraut oder Beinwell, was häufig als Unkräuter verpönte Gewächse sind, erblühen bei uns kulinarisch neu. Gesunde Ernährung und Naturbewusstsein nehmen in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert ein, deswegen sollten wir unseren heimischen Wildkräutern einen Platz in der Küche geben.
Angefangen hat alles vor 15 Jahren mit meinem Mann der partout kein Salat aus dem Supermarkt essen wollte. Also musste eine Lösung her um den Salat in unsere Küche einziehen zu lassen. Und so stellte sich die Frage, was haben die Menschen gegessen bevor es Hollandsalat gab?
Es ist noch gar nicht lange her, da war es nichts exotisches, Blumen und Vogelmiere zum Kochen zu verwenden. Mit Ringelblumen etwa, dem "Safran für arme Leute", färbten unsere Großmütter Suppen, Soßen und Butter gelb. Mit Veilchen verfeinerte man Frikassee, mit kandierten Rosen oder Schlüsselblumen dekorierte man Kuchen.
Also begann ich mit Hirtenteschel, Vogelmiere, Schabockskraut, Melde, Franzosenkraut, Scharfgarbe und noch vielem mehr zu experimentieren und entwickelte das eine oder andere Rezept. Weitere Zutaten aus der Region, wie Fisch, Fleisch und Geflügel geben den Blüten, Kräutern und Wildsalaten den gesunden „Unterbau“. Man darf gespannt sein! -Und keine Angst: Weder Granit noch Marmor landen im Kochtopf!
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